Carl Larsson, Brita und hennes släde. Der Hof und das Waschhaus. Britta und ihr Schlitten. Brita und her sledge. Akwarela, 1897, Stokholm, National Museum
autoportret
Carl Larsson, Self portrait with King Domalde, 1916. Sundborn, Forsamlingshem Land oil on canvas

Brita und hennes släde. Der Hof und das Waschhaus

Ein langer skandinavischer Winter: Schnee, Frost und schöne Sonne. Im Vordergrund die kleine Brita – die Tochter des Malers. Wir sehen ihr Gesicht nicht, Wir sehen ihr Gesicht nicht, da sie mit dem
Rücken zu uns steht. Eine schwarze Mädchenmütze mit Verzierungen betont den Umriss ihres Kopfes. Aber die gesamte Figur ist eingehüllt in einen großen Mantel, großen Handschuhen und Pelzstiefeln. Die Bekleidung scheint für ihre Größe zu weit zu sein- aber dafür schützt sie gut vor Frost. Wenn wir dieses Bild betrachten, spüren wir die eisige Kälte und die scharfe Luft, wir können auch beinahe das Schneeknirschen unter den Schlittenkufen hören. Dies ist jedoch kein grausamer Winter, das Bild zeigt eher einen von ihm geschaffenen, malerischen Spielplatz. Im Hintergrund
Schlittschuh. Zwischen den winterlichen Baumästen suchen Vögel eifrig nach der Nahrung. Jemand hat fürsorglich für sie ein Getreidebündel hoch aufgehängt. Das Sonnenschild hat die Ausstrahlung eines Glorienscheines.

Magdalena Wisiecka

Selbstbildnis von 1916

Die Gemeinde der Pfarrei Sundborn bat Carl Larsson um ein Selbstbildnis, welches er als dieses Ölgemälde mit der Inschrift: MIT GROSSEM DANK AN MEINE FREUNDE IN SUNDBORN schuf. Im Hintergrund sieht man den König Domalde, den wir aus einer der Skizzen für das große Monumentalgemälde „Midvinterblot“ kennen. Es wird gezeigt, wie der alte nordische König von den Menschen den Göttern geopfert wird. Hat Carl Larsson diesen bestimmten Hintergrund gewählt, weil er sich selbst mit dem König Domalde identifiziert hat? Es war gerade um jene Zeit, dass „Midvinterblot“ vom Nationalmuseum in Stockholm abgelehnt wurde, was den Maler sehr hart getroffen hat. Das Schicksal von Midvinterblot hat mich gebrochen, schrieb er später in seinen Erinnerungen.

Annette Mård